zurück
kern.GESUND / Ratgeber
60B50323 98CD 4194 8824 62F60152142C 950x500 So beugen Sie St rzen vor
©Tricky Shark/ stock.adobe.com
Frühe Dunkelheit, feuchtes Laub und Eisglätte

So beugen Sie Stürzen vor

Jeder dritte über 65-Jährige stürzt mindestens einmal im Jahr, ab 80 Jahre steigt das Risiko auf 40 Prozent und in Pflegeheimen hat mehr als jede zweite Person ungewollten Bodenkontakt – soweit die Statistik. In der Herbst- und Winterzeit lauern zusätzliche Gefahren: Frühe Dunkelheit, feuchtes Laub oder Eisglätte treiben im wahrsten Wortsinn die Fall-Zahlen in die Höhe. Für Torben Schrämmer, Teamleiter Ambulante Physiotherapie im AMEOS Klinikum Bremerhaven Mitte, und den Chefarzt der Unfallchirurgie, Dr. med. Reinhold Schütz, Grund genug, die Sturzvorsorge in den Fokus zu rücken.

Ajax loader So beugen Sie St rzen vor

Durch Training mehr Sicherheit

Dass Reaktion und Kraft nachlassen, Bewegungsabläufe sich verändern und die Balance verlorengeht, ist im Alter nicht selten. „Die gute Nachricht ist: Muskulatur bleibt trainierbar und wir können eine verloren gegangene Balance zurückgewinnen. Wichtig ist, dass sich ältere Menschen der Gefahren bewusst werden, ein gutes Körpergefühl bekommen und durch geeignete Übungen fitter werden“, sagt Schrämmer. Aber natürlich gehört auch zuhause das Ausräumen von Stolperfallen und das Tragen geschlossener Hausschuhe dazu.

Stürze umgehen: Einfache Übungen für den Alltag

„Noch wichtiger sind aber die körperlichen Voraussetzungen: Viele Ältere gewöhnen sich ein schlurfendes Gangbild an, das Stürze begünstigt. Unbeweglichkeit und Schmerzen wirken sich zusätzlich negativ auf Körper und Gleichgewicht aus. In der Physiotherapie ist unser Ziel, dass ältere Menschen sicherer unterwegs sind. Dazu gibt es leicht umsetzbare Übungen, die sich prima im Alltag einbauen lassen und Beweglichkeit, Kraft und Balance steigern“, weiß Schrämmer. Als Beispiel möglicher Übungen nennt er die „Kniebeuge“ – wiederholtes Aufstehen vom Stuhl und das Zähneputzen auf einem Bein.

Nicht nur Brüche bereiten Probleme

Erfreulicherweise werden Menschen immer älter – dadurch steigen aber auch die Patientenzahlen in der Unfallchirurgie, hat Chefarzt Dr. med. Reinhold Schütz festgestellt: „Manchen Senioren ist schlicht der eigene Körper im Weg. Sturzprävention ist wirklich das A und O – und das geben wir auch in unseren Patientenseminaren so weiter.“ Denn wenn es nach einem Sturz zu einem Knochenbruch gekommen ist, wird die Rückkehr zu einem gewohnten Alltag schwierig. Zwar entsteht nur bei etwa jedem zehnten Sturz ein Bruch, aber auch Weichteilverletzungen und Blutergüsse können sehr belastend und langwierig sein – trotz besonderer Kompetenzen in der Alterstraumatologie im AMEOS Klinikum Mitte Bremerhaven. 

Hand in Hand bei der Sturzvorsorge

„Bei der unfallchirurgischen Behandlung Älterer arbeiten Ärzte und Therapeuten gemeinsam zusammen. Trotzdem findet nur jeder Fünfte nach einem Oberschenkelhalsbruch wieder in sein normales Leben zurück“, so der Mediziner. Bei AMEOS vertrauen wir auf die Vernetzung zwischen den ambulanten Poliklinika und stationärer Klinikversorgung – im Mittelpunkt stehe die individuelle Patientenversorgung, so der Chefarzt.

Mehr zum Thema und den Experten erfahren Sie hier: ameos.de/unfallchirurgie-bhv


Weitere Artikel