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Rheuma: Ein Begriff für viele Krankheiten

Laut einer Veröffentlichung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie aus dem Februar 2021 leiden 1,5 Millionen Menschen in Deutschland unter entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Hinzu kommen etwa 20.000 rheumakranke Kinder. Auf diese Tatsache macht Jahr für Jahr der Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober aufmerksam.

Bis zu 300 Krankheitsbilder

Dabei ist Rheuma keine einzelne Erkrankung mit spezifischen Symptomen und Beschwerden. Je nach Definition zählen zwischen 200 und 300 verschiedene Krankheitsbilder zum so genannten rheumatischen Formenkreis, wie Dr. med. Ingo Hartig, Chefarzt der Klinik für Rheumatologie im AMEOS Klinikum Mitte Bremerhaven, erläutert.

Wenn man die entzündlichrheumatischen Erkrankungen in vier Haupt-Kategorien unterteilen möchte, dann zählen dazu Schwerpunkt-Beteiligungen an den Gelenken, an den Gefäßen oder in den Weichteilen ebenso wie die seltenen Fiebersyndrome. Alle diese Krankheiten haben gemeinsam, dass durch sie das Immunsystem den eigenen Körper angreift und ihre Ursache unbekannt ist.

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Zu den häufigsten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zählt die rheumatoide Arthritis, auch entzündliches Gelenkrheuma genannt. Davon sind ca. 670.000 der erwachsenen Gesamtbevölkerung betroffen. Sie tritt vor allen im höheren Alter, beim weiblichen Geschlecht und bei Rauchern auf. Sie macht sich anfangs durch schmerzhafte Gelenkschwellungen mit Bewegungseinschränkungen bemerkbar. Oftmals tritt auch eine sogenannte Morgensteifigkeit auf.

Frühe Rheuma-Therapie wichtig

Für die Diagnose stehen dem Team der Rheumatologie im AMEOS Klinikum Mitte Bremerhaven Röntgen, EKG, Ultraschall, CT und Laboruntersuchungen zur Verfügung. Auch bei der oben genannten rheumatoiden Arthritis sind eine frühe Diagnosestellung und Therapieeinleitung wichtig. Denn diese Erkrankung lässt sich besser behandeln, bevor irreversible Schäden aufgetreten sind.

Der Schwerpunkt dabei wird durch die medikamentöse Therapie gebildet. Sie soll die Körperabwehr so modulieren, dass der Angriff des Immunsystems auf das eigene Gewebe unterbleibt. Ergänzt wird die Behandlung durch Physio- und Ergotherapie. Zudem sollte eine Änderung des Lebensstils mit Anpassung der Ernährungsgewohnheiten und sportlicher Aktivität erfolgen.

Wussten sie, dass

  • Raucher ein besonders hohes Risiko haben, an einer rheumatoiden Arthritis zu erkranken?
  • Frauen dreimal häufiger als Männer davon betroffen sind?

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