zurück
kern.GESUND / Ratgeber
Mckenstich 950x500 M ckenstiche was dagegen hilft
©encierro/stock.adobe.com
Lästige Plagegeister

Mückenstiche – was dagegen hilft

Sie sitzen in der Abenddämmerung draußen und genießen die laue Sommernacht. Doch plötzlich fängt es an zu summen und zu summen und… Mücken! Für die lästigen Insekten ist das Buffet eröffnet. Gerade in Gebieten mit Wasser in der Nähe fühlen Sie sich besonders wohl. Wenn nur die Mückenstiche nicht so höllisch jucken würden. Erfahren Sie jetzt, was Sie tun können, wenn Sie zum abendlichen Moskito-Snack geworden sind.  

Warum Mücken unser Blut wollen  

Meistens geht es so schnell, dass Sie gar nichts davon mitbekommen. Doch dann fängt es an zu jucken. Nach einem Mückenstich ist die Haut um die Einstichstelle gerötet und es bilden sich Quaddeln. Mückenstiche bekommen Sie nur von den Weibchen. Diese benötigen nämlich ein bestimmtes Eiweiß aus dem menschlichen Blut. Ohne dies bilden die Mückenweibchen nach der Befruchtung des Männchens ansonst keine Eier.  

Dabei hat nahezu jeder von Ihnen ein wirksames Hilfsmittel zu Hause. So können Sie den quälenden Juckreiz schnell lindern. Aber warum stechen Mücken überhaupt? 

Ajax loader M ckenstiche was dagegen hilft

Heimische Mückenarten sind ungefährlich  

Bei uns sind etwa 50 Mückenarten heimisch. Zum Beispiel die gemeine Stechmücke, Kriebelmücken und Ringelmücken. Gefährlich ist keine von ihnen. Weniger harmlos sind allerdings die tropischen Artgenossen. Sie übertragen ernstzunehmende Krankheiten wie Malaria. Da sie sich hierzulande immer mehr ausbreiten, ist ein guter Schutz besonders wichtig. Und auch wenn Sie in ein tropisches Urlaubsgebiet reisen, sollten Sie sich im Vorfeld über die Risiken informieren.  

Was bringt die Mücke zum Menschen?  

Angelockt werden die Mücken von mehreren Dingen: Einerseits von unserem ausgeatmeten Kohlenstoffdioxid. Andererseits von unserem Schweiß, beziehungsweise von Zersetzungsprodukten, die auf unserer Haut entstehen, wenn wir geschwitzt haben. Ohne das laue Lüftchen am Abend können uns Mücken über große Distanzen aufspüren. Deshalb ist ein effektiver Schutz gegen Mückenstiche ein Ventilator: Dieser bringt die Luft zum Zirkulieren und macht es der Mücke nahezu unmöglich herauszufinden, wo sich die Quelle der Begierde befindet.  

MückenStiche vorbeugen  

Auch sehr effektiv sind engmaschige Fliegengitter. Denn so gelangen die Moskitos gar nicht erst ins Haus. Ansonsten kann regelmäßiges Duschen vor den juckenden Stichen schützen, da sich so weniger Schweiß auf der Haut sammelt. Wenn Sie sich draußen die Plagegeister vom Leib halten wollen, sollten Sie lange, helle Kleidung tragen. Mücken bevorzugen nämlich dunkle Klamotten. Körperstellen, die nicht mit Textilien bedeckt sind, können Sie mit Anti-Mückenmitteln einsprühen.  

Anti-Mücken-Mittel 

Der synthetische Wirkstoff „Diethyltoluamid“, kurz DEET, bietet derzeit den längsten und intensivsten Schutz. Er hält Mücken bis zu acht Stunden lang fern. Allerdings sollte er nicht bei Schwangeren und Kindern eingesetzt werden. Zudem reizt er die Schleimhäute und Augen. Eine weniger aggressive Alternative sind Anti-Mücken-Mittel mit dem Wirkstoff „Icaribin“. Diese sind hautverträglicher, wirken allerdings nur bis zu fünf Stunden. Nachlegen sollten Sie das Anti-Mückenspray aber ohnehin regelmäßig. Denn die meisten Präparate sind wasserlöslich und müssen nach dem Schwitzen oder Duschen wieder angewendet werden.  

Was hält Mücken wirklich fern?  

Im Handel erhalten Sie allerlei elektrische Geräte, die die lästigen Insekten fernhalten sollen. Das tun sie mittels Dämpfe, die für Mücken giftig sind. Es hat zwar den gewünschten Effekt, kann aber zu Kopfschmerzen bei empfindlichen Menschen führen. Also keinesfalls in ungelüfteten Räumen anwenden. Es gibt außerdem allerlei Düfte, die Mücken überhaupt nicht mögen. Aber ätherische Öle aus Zitrusfrüchten, Zedernholz, Eukalyptus oder Lavendel halten die blutgierigen Tiere nur sehr kurz ab. Sie müssten sich damit stündlich erneut einreiben. Und in der Luft verteilt haben sie sogar gar keinen Effekt.  

Mückenstiche: Nicht kratzen!  

Haben Sie nun den Blutdurst der Mücken am eigenen Leib erfahren und halten den Juckreiz kaum noch aus, gibt es einige bewährte Hausmittel. Das Wichtigste zuerst: Versuchen Sie unbedingt dem Juckreiz zu widerstehen! Aufgekratzte Stellen ermöglichen Bakterien einen Weg in den Körper. Dann entzünden sich die Einstichstellen und im schlimmsten Fall erleiden Sie möglicherweise eine Blutvergiftung.  

Hilfreiche Hausmittel 

Kühlen Sie am besten die betroffene Stelle. Das geht mit allem, was kalt ist. Egal ob Kühlakku, feuchter Lappen oder Eiswürfel in einem Handtuch. Die Kälte hat nämlich zur Folge, dass der Entzündungsprozess in Ihrem Körper eingedämmt wird. Gegen den Juckreiz helfen außerdem folgende Mittel auf der Einstichstelle: 

  • Eine Scheibe frischer Ingwer  
  • Ein paar Tropfen Essig 
  • Eine aufgeschnittene Zwiebel 
  • Oder zwischen den Fingern zerriebener Spitzwegerich 

Mückenstiche: lästig, aber harmlos  

Zum Arzt müssen Sie für gewöhnlich nicht mit einem Mückenstich. Nach einigen Tagen haben Sie es meisten schon überstanden. Allerdings sollten Sie aufmerksam sein, wenn sich die Rötung um die Einstichstelle stark ausbreitet, zu pochen beginnt und heiß wird. Dann sind möglicherweise Fäkalbakterien von der Mücke übertragen worden. Dies geschieht aber äußerst selten. Grundsätzlich sind Mückenstiche eher lästig als gefährlich.  


Weitere Artikel