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Paarkrise 950x500 Lieber fr her als sp ter zur Paartherapie
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Bevor sich Wege trennen

Lieber früher als später zur Paartherapie

Wenn es in der Beziehung kriselt, sollte rechtzeitig Hilfe bei einer Paartherapie gesucht werden. Viele zögern bei diesem Schritt – dabei ist es wichtig, früh anzusetzen, weil Experten zufolge präventive Ansätze effektiver sind als späte Schadensbegrenzung.

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Wann zur Paartherapie: Fünf vor Zwölf 

Die zunehmende Enttäuschung in einer Beziehung darüber, dass es nicht gelingt, das Miteinander zu verbessern, Probleme zu lösen und Schwierigkeiten deutlich anzusprechen, führt Experten zufolge zu chronischem Ärger, Schmerz, Wut, Traurigkeit oder Hilflosigkeit: Das Paar entfernt und entfremdet sich voneinander, eine Trennung steht im Raum. Dass es fünf vor zwölf ist, zeigen Sätze wie: „Das ist unser letzter Versuch.“ – Spätestens hier kann eine Paartherapie sinnvoll sein.

Kraft, Raum und Zeit in der Paartherapie

Paartherapeuten raten dazu, nicht so lange mit der Therapie zu warten: Für eine Veränderung im Miteinander in der Partnerschaft braucht es Kraft, Raum und Zeit, um gemeinsam eine Strategie zu entwickeln und umzusetzen. Sobald wiederkehrende Probleme in der Partnerschaft auftauchen, die nicht mehr allein gelöst werden können, kann eine Paartherapie helfen. Häufig geraten die Paare ansonsten in eine Konflikt-spirale, bei der sich die Streitereien in der Beziehung immer mehr hochschaukeln. Die Unzufriedenheit und das Leid in der Beziehung nehmen so immer mehr zu – bis hin zur Trennung der Partner.


Paare wieder miteinander ins Gespräch bringen 

Bestehen Konflikte kann das dazu führen, dass Paare nicht mehr konstruktiv miteinander kommunizieren. Stattdessen herrscht Schweigen oder es werden endlose Diskussionen mit dem Partner geführt, die sich um Vorwürfe drehen. So werden auch die eigenen Bedürfnisse und Wünsche häufig nicht mehr ausreichend artikuliert. Das führt zu noch mehr Hilflosigkeit, Verzweiflung und Distanzierung von dem Partner. 


Vor der Trennung: Wann zur Paartherapie?

Die Checkliste hilft, das einzuschätzen:

  • Sie verbringen weniger Zeit als früher miteinander, um Streit, Nähe, Intimität, Sexualität und unangenehmes Schweigen zu vermeiden
  • Sie haben gemeinsam immer wieder erfolglos versucht, eine Lösung zu finden
  • Schwierige Themen klammern Sie zunehmend aus, weil es frustriert, wenn sich wiederholt nichts ändert
  • Ihre Enttäuschung/Verletzung spüren Sie so ausgeprägt, dass Sie sich lieber zurückziehen
  • Sie spüren, weniger stark mit Ihrem Gegenüber verbunden zu sein
  • Sie reden häufig aneinander vorbei oder drehen sich im Kreis
  • Auf einer Skala von 1-10 liegt Ihr Leidensdruck zwischen 6-10

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