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Fruktoseintoleranz 950x500 Fruktoseintoleranz was ist das
©Maksym Povozniuk/stock.adobe.com

Fruktoseintoleranz – was ist das?  

Der Bauch grummelt, Sie haben Blähungen oder Durchfall. Ein Grund dafür könnte eine Unverträglichkeit gegenüber Fruchtzucker sein. Bei einer sogenannten intestinalen Fruktoseintoleranz sind dies nur einige der Symptome. Wie es sich noch äußert und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie jetzt hier.  

Fruchtzuckerintoleranz – eine Stoffwechselstörung  

Im Laufe des Lebens erwerben etwa 30 bis 40 Prozent der Mitteleuropäer eine Fruktoseintoleranz. Bei der relativ häufig vorkommenden Stoffwechselstörung wird der Fruchtzucker über den Dünndarm nicht richtig aufgenommen. Es wird auch Fruktose-Malabsorption genannt. In der Regel vertragen die Betroffenen noch kleine Mengen Fruchtzucker. Bei der selteneren und angeborenen Variante, der sogenannten hereditären Fruchtzuckerintoleranz, hingegen sollte die Ernährung strikt frei von Fruktose sein.  

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Fruktose nicht nur in Obst  

Allerdings ist Fruchtzucker nicht nur in Obst enthalten. Sondern auch in Gemüse, Süßigkeiten oder Bier. Bei der häufigen Fruktose-Malsorption kann der Fruchtzucker aus dem Dünndarm nicht ins Blut aufgenommen werden. Stattdessen gelangt er in den Dickdarm und wird dort von den Bakterien zersetzt. Die dabei entstehenden Gase sind unter anderem Wasserstoff, Methan oder Kohlenstoffdioxid. Sie verursachen Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall.   

Beschwerdefrei bei Fruktoseintoleranz  

Eine erworbene Fruktoseintoleranz kann mit der Zeit wieder verschwinden. Sie lässt sich mit einer angepassten Ernährung, je nach Verträglichkeit des Betroffenen, gut in den Griff kriegen. Die häufigsten Symptome sind Durchfall oder Blähungen. Diese sind zwar unangenehm und durchaus belastend im Alltag, aber nicht gefährlich. Die Beschwerden einer angeborenen hereditären Fruktoseintoleranz sind hingegen schwerwiegender. Sie können sich so äußern: 

  • Übelkeit und Erbrechen 
  • Verwirrtheit  
  • Schwindel 
  • Schweißausbrüche 
  • Krampfanfälle 
  • Leber- oder Nierenschäden  

Fruktoseintoleranz – Fruchtzucker nicht komplett meiden 

Auch Menschen ohne eine Fruktoseintoleranz vertragen nur eine bestimmte Menge Fruktose. Im Normalfall sind das etwa 25 Gramm Fruchtzucker auf einmal. Das entspricht etwa der Menge von 100 Gramm frischer Datteln. Ein Apfel hat hingegen nur etwa neun Gramm Fruchtzucker. Bei der Überschreitung der Menge des Fruchtzuckers gelangt dieser in den Dickdarm. Dann treten ähnliche Beschwerden wie bei einer Fruktoseintoleranz auf.   

Auf Ernährungszusammenstellung achten  

Enthält eine Mahlzeit neben Fruktose nur wenig Eiweiße oder Fette, wandert der Fruchtzucker schneller durch den Dünndarm. So bleibt dem Körper weniger Zeit für die Aufnahme. Das Resultat können ebenfalls Beschwerden wie Blähungen oder Übelkeit sein. Wenn Sie denken, dass Sie betroffen sein können, sollten Sie einen Facharzt für Innere Medizin aufsuchen. Dieser wird dann einen Fruktoseintoleranz-Test bei Ihnen machen oder Sie entsprechend überweisen.  


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