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©Robert Kneschke/stock.adobe.com
Nur ein bisschen vergesslich …?

FRÜHZEITIG DEMENZ ERKENNEN UND REAGIEREN

„Wir haben doch gestern erst telefoniert, Papa. Weißt du das nicht mehr?“ Wenn Sie an Familienangehörigen zunehmende Vergesslichkeit oder plötzliche Stimmungsschwankungen feststellen, könnte eine beginnende Demenz dahinterstecken. Lesen Sie hier, woran Sie erste Anzeichen von Demenz erkennen können und wo Sie Hilfe bekommen.

Ein gesunder Lebensstil kann Demenz verhindern

Für eine demenzielle Erkrankung gibt es verschiedene Ursachen, zum Beispiel Stoffwechselstörungen oder ein Vitaminmangel. Ein gesunder Lebensstil mindert das Risiko erheblich, an Demenz zu erkranken. Dazu gehören beispielsweise eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung. Sei es in Form von ausgedehnten Spaziergängen, Fitnesskursen oder einer wöchentlichen Tanzstunde. Trainieren Sie ebenfalls Ihre geistigen Aktivitäten durch das Ausüben von Hobbys und das Pflegen sozialer Kontakte. Auch Freundschaften können einer Demenz-Erkrankung vorbeugen.

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Die Forschung kann unterschiedliche Ursachen für Demenz erkennen

Eine sekundäre Demenz, aufgrund einer Stoffwechselerkrankung zum Beispiel, ist behandelbar – wenn sie frühzeitig festgestellt wird. Bei 90 Prozent aller Demenzpatienten heißt die Diagnose jedoch primäre Demenz. Dazu zählt auch Alzheimer-Demenz. Diese ist nicht heilbar. Dabei lagern sich veränderte Eiweiße im Gehirn ab, wodurch die Gehirnfunktionen immer weiter nachlassen. So können auch alltägliche Fähigkeiten oder erlerntes Wissen verlorengehen. 

Wenn die Erinnerung verblasst

Selbst engste Familienmitglieder werden im fortgeschrittenen Stadium nicht mehr erkannt. Demenzkranke nehmen sie häufig als freundliches Pflegepersonal wahr. Das ist besonders schmerzlich für liebende Angehörige. Auch aus diesem Grund ist es wichtig zu wissen, woran Sie eine beginnende Demenz erkennen können. Gut, wenn Symptome frühzeitig richtig gedeutet werden.

Achten Sie auf erste Anzeichen von Demenz:

  • Vergessen kurz zurückliegender Ereignisse
  • Gewohnte Tätigkeiten fallen schwerer
  • Interesse an Arbeit, Freizeitbeschäftigungen und sozialen Kontakten lässt nach
  • Sprachstörungen, Wortfindungsstörungen
  • Orientierungsprobleme in fremder Umgebung
  • Fehlender Überblick über eigene Finanzen
  • Unterschätzung von drohenden Gefahren
  • Plötzliche Stimmungsschwankungen, erhöhte Reizbarkeit
  • Hartnäckiges Abstreiten eigener Vergesslichkeit, Vertuschen von Irrtümern

Individuelle Therapien zur Erhaltung der Lebensqualität

Speziell abgestimmte Bewegungs- und Beschäftigungstherapien können die Lebensqualität und Eigenständigkeit von Betroffenen möglichst lange aufrechterhalten. Zudem gibt es Beratungsstellen, die Betroffene und Angehörige auf dem weiteren Weg unterstützen. Erfahren Sie mehr unter: www.demenzhilfe-deutschland.de

Verlieren Sie nicht den Mut!

Mittlerweile gibt es gut ausgestattete Pflegeeinrichtungen und Wohngemeinschaften, die speziell auf die Bedürfnisse von Demenzpatienten ausgerichtet sind. So ist auch mit der Diagnose ein würdevolles Leben mit fröhlichen Momenten in der Familie oder in einem sicheren sozialen Umfeld möglich.


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