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Ein träger Darm hat gravierende Folgen

Darmflora aufbauen

Abgeschlagenheit, Müdigkeit, fehlender Antrieb: Wenn der Darm und die Darmflora träge werden, leidet der Mensch. Wir kennen das Völlegefühl eines zu reichhaltigen Essens – wenn der Darm und seine Bakterien aber chronisch träge sind, leidet die Lebensqualität empfindlich. Lesen Sie, wie der Darm gesund bleibt und Sie Ihre Darmflora aufbauen. Die Darmflora und ihre Bakterien sind wichtig der Darm für unser Wohlbefinden. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung hat einen wichtigen Anteil an einer gesunden Darmflora.

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frauen stärker betroffen

Einer Gastro-Liga in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge hat jeder dritte Deutsche das Gefühl, träge Darmbakterien zu haben: Frauen sind unter anderem stärker betroffen, weil ihr Bindegewebe schwächer ist. Wissenschaftlich unumstritten ist, dass ein träger Darm und träge Darmbakterien in engem Zusammenhang mit unserem heutigen Lebensstil steht: Zu wenig Bewegung, zu viel falsche Ernährung und zu wenig Flüssigkeit. Das ist nach Expertenmeinung der Stoff, aus dem die Probleme sind, die der Darmflora und ihren Bakterien schädigen.

geschädigte darmflora: viele Faktoren

Es ist schlecht, wenn wir zu wenig trinken und nicht genügend Ballaststoffe zu uns nehmen. Die Darmwand wird nicht genügend gedehnt und der körpereigene Vortrieb (Peristaltik) ausgebremst – mit der Folge, dass der Kot zu lange im Darm bleibt. Dadurch verliert er zusätzlich Flüssigkeit und im Ergebnis hat er noch weniger Volumen. Die Folge sind starke Schmerzen auf der Toilette durch extrem harten Stuhl. Auch Stress kann die Darmtätigkeit, Darmflora und ihre Bakterien negativ beeinflussen: Kommen Bewegungsmangel und starke Schwankungen im Tag-Nacht-Rhythmus dazu, sind chronische Verstopfungen oft die Folge von einer geschädigten Darmflora.

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Fatal, denn im Darm und der Darmflora sitzt auch ein großer Teil des Immunsystems. Rund hundert Millionen Nervenzellen fungieren als Signalgeber für das Gehirn. Die Zusammensetzung der etwa 100 Billionen Darmmikroben entscheidet über unsere Gefühle, das Gewicht und die Gesundheit. Können der Darm und seine Bakterien nicht gut arbeiten, leidet der ganze Mensch: Die Darmflora und damit die Immunabwehr wird geschwächt. Vielfältige Entzündungsreaktionen und Infekte sind an der Tagesordnung.

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Die Darmflora aufbauen: Gesund leben, viel trinken

Der Schlüssel für einen fitten Darm und eine gesunde Darmflora liegt vor allem in der Umstellung der Lebensgewohnheiten: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät, täglich 30 Gramm Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Zum Frühstück bieten sich Leinsamen, Obst oder Nüsse sowie Vollkornbrot an. Auch Salat, Gemüse und Hülsenfrüchte sind gute Ballaststofflieferanten. Dazu zwei bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag und – wichtig – ausreichend Bewegung: Diese Mischung dankt unsere Darmflora. Von ihr hat das allgemeine Wohlbefinden jede Menge.

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bewegung hilft beim darmflora aufbauen

Die Weltgesundheitsorganisation empfahl noch vor Jahren, dass 150 Minuten Spazierengehen oder 75 Minuten Joggen pro Woche sinnvoll seien: Inzwischen sehen Sportwissenschaftler das allenfalls als Minimum, das gerne vervielfacht werden darf. Unbestritten aber ist: Der Durchschnitt bewegt sich eher zu wenig und jeder Schritt mehr streichelt den Darm – eine Zärtlichkeit, von der wir und unsere Darmflora nur profitieren können.

wussten sie, dass

  • die Innefläche des Darms mit 300 Quadratmetern so groß ist wie ein Tennisplatz
  • drei Mal Stuhlgang pro Woche vollkommen normal sind
  • die Faustformel für den richtigen Flüssigkeitsbedarf bei etwa 30 Milliliter je Kilogramm Körpergewicht liegt
  • industriell verarbeitete Lebensmittel so gut wie keine Ballaststoffe haben, aber wegen des Fettgehalts Verstopfungen begünstigen
  • beispielsweise Sauerkraut, Trockenpflaumen, Leinsamen und Papaya bei Darmträgheit und Verstopfung helfen

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