zurück
kern.GESUND / AMEOS Klinika
Anzeige
DSC7366 KELLING 950x500 Die Palliativmedizin unterst tzt unheilbar kranke Menschen
Tag und Nacht im Einsatz: das multiprofessionelle Team auf der Palliativstation
Wenn das Leben einbricht

Die Palliativmedizin unterstützt unheilbar kranke Menschen

2016: Ines Volkmann erhält den Befund Gebärmutterhalskrebs im fortgeschrittenen Stadium. „In dem Moment, da überwältigt dich alles“, erinnert sie sich in einer ARD-Reportage. Sie weiß, sie wird sterben. Menschen wie Ines Volkmann erhalten auf der Palliativstation des AMEOS Klinikums Mitte Bremerhaven Hilfe im Umgang mit den vielfältigen Belastungen einer fortgeschrittenen Krankheit und am Lebensende. Dieses Unterstützungsangebot richtet sich selbstverständlich auch an Angehörige. Dafür ist ein multiprofessionelles Team aus speziell ausgebildeten Pflegekräften, Ärzten, Physiotherapeuten, Psychologen, Musik- und Entspannungstherapeuten, Sozialdienst und Seelsorge im Einsatz – Tag und Nacht.

Das Stationsteam setzt sich dafür ein, die Lebensqualität ihrer Patienten zu erhalten und zu verbessern. „Wir sind dafür da, Erleichterung zu schaffen“, macht der Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, Dr. med. Daniel Mardi, deutlich. Die leitende Oberärztin Corinna Gott ergänzt: „Es geht um Symptomlinderung und eine würdevolle Betreuung!“ Das bedeutet, Schmerzen, Ängste, Atemnot, Übelkeit oder Erbrechen, sprich Beschwerden im Zusammenhang mit der Krankheit, zu lindern oder gar zu beseitigen.

DSC7256 KELLING 1024x663 Die Palliativmedizin unterst tzt unheilbar kranke Menschen
Gemeinsame Besprechung auf der Palliativstation: Chefarzt Dr. med. Daniel Mardi im Gespräch mit der leitenden Oberärztin Corinna Gott (l.) und Oberärztin Timea T. Tiszai (r.)

geborgenheit und normalität schaffen

Jeden Tag setzt das fürsorgliche Personal alles daran, eine lockere und normale Atmosphäre zu gestalten. Dafür haben die Schwestern vor Corona schon mal Würstchen und Kartoffelsalat mitgebracht. Auch sonst erinnert die Palliativstation wenig an ein Krankenhaus. Es gibt Musik- und Entspannungstherapie, zehn Einzelzimmer, Fußböden in Holzoptik, viel Farbe und Kunst an den Wänden, wohnzimmerartige Aufenthaltsräume und einen Balkon mit Panoramablick. Es kommt sogar vor, dass mit der Familie im kleinen Rahmen gefeiert wird. „Wir hatten zum Beispiel schon eine Hochzeit samt Trauung hier“, denkt Corinna Gott etwas sehnsüchtig an Zeiten vor der Pandemie zurück.

Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben.

Ajax loader Die Palliativmedizin unterst tzt unheilbar kranke Menschen

apropos familie

Der Patient steht für das Palliativteam immer im Mittelpunkt. Trotzdem unterstützt es auch Angehörige und enge Freunde. „Es ist wichtig zu schauen, wie es allen trotz der schweren Thematik ‚gut‘ gehen kann“, erklärt Dr. Mardi.

wussten sie, dass…

…die Palliativstation 1991 gegründet wurde und damit eine der ersten bundesweit ist?


Weitere Artikel