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„Danach“ ist es oft noch nicht vorbei

Long-COVID und Post-COVID – Spätfolgen von Corona

Je länger die Corona-Pandemie dauert, umso deutlicher wird: Eine SARS-CoV-2-Infektion kann auch bei mildem Verlauf oder unbemerkter Infektion längerfristige Folgen für die Gesundheit haben. Mehr als die Hälfte der Genesenen leiden sechs Monate nach der überstandenen Infektion an mindestens einem Symptom“, sagt Dr. med. Christoph Schaudt, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Intensiv- und Beatmungsmedizin am AMEOS Klinikum Am Bürgerpark Bremerhaven.

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Long-COVID: vielfältige Symptome nach Erkrankung

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin beschreibt den Zeitraum einer akuten Erkrankung auf bis zu vier Wochen – dann sollten die Symptome abgeklungen sein. „Beschwerden, die länger als vier Wochen nach Infektion auftreten oder fortbestehen, werden als Long-COVID bezeichnet. Von Post-COVID spricht man, wenn Beschwerden länger als zwölf Wochen nach Infektion eintreten oder anhalten“, so der Facharzt. Die Symptome reichen von Atemnot unter Belastung, eingeschränkter Belastbarkeit, Fatique, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Riech- und Schmeckstörungen, Schlafstörungen, Schwindel, Konzentrationsproblemen bis hin zu Anzeichen einer reaktiven Depression und Angststörungen.

Dringender Rat des Facharztes: Impfung

Besonders häufig litten Patienten mit einem schweren Verlauf unter Spätfolgen: „Aber auch wenn die Krankheit nicht intensivmedizinisch überstanden wird, können Nachwirkungen über Wochen und Monate belasten“, erklärt der Pneumologe und rät dringend dazu, sich nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts impfen zu lassen. Studien belegten, das geimpfte Erwachsene im Falle einer SARS-CoV-2-Infektion ein um 47 Prozent geringeres Risiko trügen, an Long COVID zu erkranken. „Auch die Wahrscheinlichkeit einer Krankenhausbehandlung sinkt diesen Studien zufolge bei vollständig Geimpften um bis zu 73 Prozent.“ Die beste Vorbeugung sei somit ein aktiver Impfschutz.

Unspezifische Symptome

Die Differenziertheit der Belastungssymptome mag verblüffen, ist aber nachvollziehbar: „Diese Krankheit ist vordergründig eine natürlich teilweise lebensbedrohliche Atemwegserkrankung, belastet aber viele Menschen weit umfassender. Unabhängig von der eigentlichen Erkrankung haben viele Betroffene große Ängste – und die halten an“, stellt der Facharzt klar. Ängste um Leben und Sterben, aber auch um die eigene Existenz, soziale Störungen durch fehlende Außenkontakte und Abkapselungen aus Sorge vor Ansteckung seien in weiten Teilen der Gesellschaft ein Problem. Auch die ausbleibenden sozialen Kontakte der Kinder und Jugendlichen durch Online-Unterricht, fehlenden Vereinssport sowie Umgangsbeschränkungen können zu vermehrten Problemen führen.

Gute Chancen

„Das AMEOS Klinikum Am Bürgerpark Bremerhaven ist gut auf die Behandlung dieser Erkrankungen eingestellt“, so der Chefarzt. Behandelt werden internistische und organbezogene Beschwerden bis hin zur intensivmedizinischen Therapie und Beatmung. Im AMEOS Klinikum Seepark Geestland hingegen ist die fachliche Kompetenz für psychiatrische und psychosomatische Problemstellungen vorhanden. „Auch wenn wir über Long-COVID und Post-COVID, seine Ursachen und Auswirkungen noch viel lernen werden und müssen, gibt es Grund zum Optimismus: Bei den meisten Betroffenen hat die Erkrankung ein sehr gutes Rückbildungspotenzial“, so Dr. med. Schaudt.

Mehr zum Thema und den Experten erfahren Sie hier: ameos.de/pneumologie-bhv


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